Ich muss verrückt sein. Oder war es der Whisky?

F.Scott Fitzgerald

Whisky FAQ

Überblick:

Wie wird Whisky in Schottland hergestellt?

Die Herstellung von Single Malt Whisky benötigt einige Arbeitsschritte. Jeder davon beeinflusst den späteren Geschmack des Whiskys. Dadurch ergibt sich eine scheinbar unendliche Vielfalt an unterschiedlichen Whiskyabfüllungen. Bei Whisky & Genuss Dresden bieten wir daher die Möglichkeit aus mehreren hundert Whiskys zu wählen und diese zu Verkosten, um nur die Flaschen in das Bar Fach zu stellen, die einem persönlich besonders zusagen.

Im Folgenden werden die wichtigsten Schritte der Whiskyherstellung beschrieben:



Mälzen und Darren der Gerste.


Schroten des Malzes.


Maischen des Malzschrotes.


Gärung durch Hefezugabe, zu einem ca. 9 % Vol. Gerstenbier.


Zwei bis Dreifache Destillation in Kupferbrennblasen, auf maximal 94,8 % Vol.


Trennung des Destillates in drei Teile: Vorlauf „Kopf“ , Mittellauf „Herz“ , und Nachlauf „Schwanz“.
Außerdem die Zusammenführung des ersten Brandes „Low Wines“ mit Vorlauf und Nachlauf des vorherigen Brandes „Feints“, zur erneuten Destillation.


Reduzierung des Alkohols auf 63,5 Volumen Prozent und Abfüllung ins Eichenfass.


Lagerung in Eichenfässern für mindestens 3 Jahre.


Der Effekt des „Angels Share“ beeinflusst dabei die Reifung des Whiskys.


Abfüllung in die Flasche.


Dann endlich das Eingießen und Genießen!

 

Kurze Geschichte des Whiskys in Schottland & Irland?

Entstehungsgeschichte Die Bezeichnung Whisky leitet sich von uisge beatha ab. Das bedeutet im gälischen, die alte Sprache der Kelten, so viel wie Lebenswasser. Durch die englischen Einflüsse auf Schottland und Irland im 16. und 17. Jahrhundert, wurde die gälische Sprache stark verdrängt. Aus der gälischen Betonung uskeba wurde somit die heutige Bezeichnung „Whisky“.

Das Brennen von Alkohol geht in Schottland und Irland bereits auf das 5. Jahrhundert zurück. Mönche brachten das Wissen aus fernen Ländern mit in das Land der Kelten. Welches der beiden Länder mit der Whiskyherstellung begonnen hat, ist ein noch immer ungeklärtes Streitthema. Dies ging sogar soweit, dass die Iren die Bezeichnung „Whiskey“ für ihr Getreidedestillat einführten, um sich so vom schottischen Whisky abzugrenzen. Schriftlich festgehalten wurde die erste Whiskyherstellung zum Ende des 15. Jahrhunderts in Schottland. Darauf sind viele kleine Familien bzw. Clan Brennereien entstanden.

Die erste lizenzierte Brennerei wurde 1608 in Irland gegründet. Durch hohe Besteuerungen auf den Whisky ab Mitte des 17- Jahrhunderts, wurde Whisky in tausenden kleinen Familienbrennereien illegal gebrannt. Nicht selten kam es zu harten Auseinandersetzung mit den Steuerbehörden. Erst 1822 wurde die Besteuerung so überarbeitet, dass es sich lohnte Whisky, legal mit einer Lizenz, zu brennen. Viele vorher illegale Brennereien, kauften in dieser Zeit Lizenzen. Durch die damit verbundene größere Produktion der lizenzierten Brennereien, verschwanden innerhalb eines Jahrzehnts eine Vielzahl der kleinen Brennereien von der Landkarte. Bis heute sind es etwas über 100 aktive Betriebe.

Welches Glas eignet sich am besten zur Verkostung von Whisky?

Bei Cognac, Brandy, Obstler und Grappa sind Spirituosenkelche verschiedener Form für viele selbstverständlich. Doch bei Whisky hält sich hartnäckig der Tumbler als Standartglas. Nicht zuletzt durch merkwürdige Marketingaktionen der Hersteller und Umsetzung in der Gastronomie.

Seitdem in Hollywood in diversen Klassikern „Whisky on the Rocks“ getrunken wird, hält alle Welt den Tumbler für DAS Whiskyglas. Entstanden ist dieser Glastyp durch die ungenießbaren „Schmugglerwhiskys“ während der amerikanischen Prohibition in den 1920ern. Da ja bekanntlich die verbotenen Früchte am besten schmecken, war die Nachfrage dennoch riesig. Um diesen Whisky dann auch noch zu „genießen“ wurde er mit Eis „verfeinert“. Dazu musste das Glas eine Große Öffnung haben und einen schweren Boden, damit das Eis nicht zu schnell schmilzt.

Wie wir von diversen Speisen und Getränken wissen, verringert sich Geschmack und Aroma bei starker Unterkühlung. Wenn sie einmal warmes Speiseeis oder warme Cola zu sich nehmen, werden Sie die, in diesem Fall negativen Effekt, der Geschmacksveränderung schmecken können.

Wenn also ein guter Whisky zwischen 3 Jahren und mehreren Jahrzehnten in einem Fass reift, bis er endlich für gut befunden wird, unsere Nasen und Gaumen zu umschmeicheln zu dürfen. Dann lassen sie sich nicht die vielen interessanten Facetten des Whiskys durch herunterkühlen mit Eis entgehen.

Genießen Sie ihn lieber in einem Kelchförmigen, nach oben hin verjüngenden Glas mit ein paar Tröpfchen Wasser. Besonders zu empfehlen sind, das speziell für Whisky entwickelte GlenCairn Glas und das Nosing-Glas.



Wer es ganz genau machen will:
Nutzt für leichte, milde Whiskys Gläser mit kleinerem Volumen und zu sehr kräftigen bis rauchigen Whisky eher etwas größere Versionen. Somit kann sich das Aroma besser entfalten. Optimal sind Gläser, welche sich am Glas Rand wieder leicht nach außen wölben, um somit das Breite auseinander fließen auf der Zunge positiv beeinflussen. Um das Fließbild des Whiskys perfekt zu analysieren sind Gläser aus Kristallglas von Vorteil. Sogenannte Eichstriche helfen bei der Dosierung des Wassers bei Fassstärke Whiskys.

Dies sind natürlich Feinheiten welche nur für das 100%ige Zelebrieren des Whiskys genutzt werden können. Wichtig sind unterm Strich der Genuss und der Spaß mit „Wasser des Lebens“. Geschmack ist zum Teil subjektiv und jeder muss für sich den richtigen Weg finden, seinen Lieblingstropfen zu genießen.

Warum Wasser statt Eis in den Whisky?

Wie wir von diversen Speisen und Getränken wissen, verringert sich Geschmack und Aroma bei starker Unterkühlung. Wenn sie einmal warmes Speiseeis oder warme Cola zu sich nehmen, werden Sie die Geschmacksveränderung schmecken können.

Wenn also ein guter Whisky zwischen 3 Jahren und mehreren Jahrzehnten in einem Fass reift, bis er endlich für gut befunden wird, unsere Nasen und Gaumen umschmeicheln zu dürfen, dann lassen sie sich nicht die vielen interessanten Facetten des Whiskys durch herunterkühlen mit Eis entgehen.

Geben Sie lieber ein paar Tropfen Wasser in Ihren Single Malt. Es senkt den Alkoholgehalt und entfesselt neue Aromen im Whisky.

Besonders Whiskys welche deutlich über 40Vol.% besitzen, eignen sich zur Wasserzugabe. Die Entscheidung dem Whisky diese Stärke zu gönnen und nicht auf 40 % zu verdünnen, trifft die Brennerei zum einen um dem Genießer die Möglichkeit zu geben seinen Whisky auf den eigenen Geschmack zurecht zu schneiden und zum anderen, damit er bei Kälte nicht trübe wird.

Was ist Blended Malt?

Ein Blended Malt, früher Vatted Malt oder Pure Malt, entsteht durch das Mischen von verschiedenen Single Malt Whiskys verschiedener Brennereien. Solange Whiskyfässer aus nur einer Brennerei "verheiratet" werden bleibt es ein Single Malt. Bekannte Blendet Malt sind zum Beispiel der Monkey Shoulder, Johnny Walker Green Label und Big Peat.

Was ist Blended Whisky?

Eine Vermischung aus Grain Whisky und verschiedenen Single Malt Whiskys. Es können teilweise bis zu 50 verschiedene Whiskys in einem Blend sein. Das verleiht einigen Blended Whisky je nach Verhältnis von Single Malt Whisky zu Grain Whisky wird die Qualität bestimmt. Umso mehr Malt Whisky im Blend umso mehr Wert hat der fertige Blend. Blended Whiskys machen ca. 80% am Whiskymarkt aus und tragen Markennamen und keine Brennereinamen.

Blended Irish Whiskey?

Während in Schottland Malt und Grain Whisky zu einem Blended Scotch vermählt werden, haben die Iren drei Whiskeytypen zur Auswahl: Malt Whiskey, Grain Whiskey und den nur in Irland hergestellten Pure Pot Still Irish Whiskey.

Was bedeutet Cask Strength Malt Whisky/Fassstärke?

Malz-Whisky, der nicht unter Zugabe von Wasser auf einen niedrigeren Alkoholgehalt herabgesetzt wird, sondern mit Fassstärke (Cask Strength) abgefüllt wird. Dieser Whisky kann unter Zugabe von Wasser auf den Persönlichen Geschmack eingestellt werden. Empfohlen eher für Fortgeschrittene.